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  • Elisabeth Winter

Wie auch dein Zuhause zur Oase der Geborgenheit wird

Ein echtes Zuhause muss Geborgenheit vermitteln. Aber was ist Geborgenheit überhaupt? Wie wichtig ist das Gefühl des Geborgenseins für uns Menschen? Gibt es eine Anleitung wie wir uns in unseren eigenen 4 Wänden Geborgenheit schaffen können? Das und vieles mehr werde ich in diesem Blogbeitrag beantworten.


Was ist Geborgenheit und wozu brauchen wir diese?

Geborgenheit kann als ein inneres Gefühl beschrieben werden. Fühle ich mich geborgen, dann fühle ich mich sicher. Wenn ich loslassen und entspannen kann, dann fühle ich mich wohl. Erst im Zustand der Geborgenheit, können sich unser Körper und Geist erholen. Ein entspannter Körper stärkt seine Abwehrkräfte, der Atemrhythmus verlangsamt sich und unsere Muskelanspannung nimmt ab. Auch der Geist erholt sich, die Gedanken beruhigen sich, wir können unsere Bedürfnisse wieder besser wahrnehmen und unsere Kreativität kann aufs Neue fließen.

Geborgenheit ist kein moderner Trend. Geborgenheit ist ein Grundbedürfnis der Menschheit. Noch vor ein paar Jahrzehnten fiel es den Menschen leichter, diesem Bedürfnis nachzukommen. Heute klagen viele über mehr Stressoren (innere und äußere Reize, die Stress verursachen), die uns ins Ungleichgewicht bringen. Der heutige Alltag verlangt mit den beruflichen Anforderungen, dem Leistungsdruck und der permanenten Erreichbarkeit am Handy und Internet einiges von uns ab. Ein ständiges Beschallen von Musik und das Hereinprasseln von Informationen stressen, sowie das permanent Ausgeliefertsein an Schreckensmeldungen über Terror und Umweltkatastrophen.

In unserer schnelllebigen Welt brauchen wir als Gegenpol einen Ort der Entschleunigung. Ein Ort, der uns wieder auflädt und mit Energie versorgt. Einen Ort der Geborgenheit.


Der Steinzeitmensch in uns möchte sehen ohne gesehen zu werden

Aber wie können wir einen solchen Raum der Geborgenheit erzeugen? Umweltpsychologen haben herausgefunden, dass Menschen bevorzugt Plätze wählen, an denen sie sich geschützt fühlen und ihre Umgebung im Blick haben. Umso privater der Platz ist, desto weniger möchte man dabei gesehen und beobachtet werden. Das menschliche Auge kann „nur“ 180° Grad von seinem Umfeld gleichzeitig überblicken. Damit wir uns in einem Raum geschützt und sicher fühlen, muss der für uns nicht einsehbare Bereich Schutz bieten. Wie beispielsweise eine Wand im Rücken.


Die Grundformel für Geborgenheit könnte daher lauten: "Sehen ohne gesehen zu werden".


Dafür ist der Steinzeitmensch in uns verantwortlich. Denn dieser fühlte sich am sicherersten, wenn er sich in seiner Höhle befand. Er war nicht sichtbar für seinen Feind, konnte aber trotzdem seine Umgebung beobachten. Das Gefühl der Sicherheit ist die Basis für das Gefühl der Geborgenheit.


Was heißt das jetzt konkret für deine Wohnung?

Sehen wir uns gemeinsam ein Beispiel an:

Wie sehr stört es dich, wenn Nachbarn oder Spaziergänger dich auf deiner Terrasse beim Sonnentanken beobachten können? Höchstwahrscheinlich wirst du keine große Freude damit haben und ein Gefühl des Unwohlseins feststellen. Um dich richtig wohl und geborgen zu fühlen, wirst du dir wünschen, dein Liegebett vor Blicken zu schützen. Der Blickschutz kann mit einfachen Elementen wie Sonnenschirmen, Trennwänden, Pflanzen etc. hergestellt werden.

Nun eine andere Frage: Würde es dich im gleichen Maße stören, wenn dich jemand beim Unkraut jäten sehen könnte? Vermutlich nicht so sehr. Hier wäre vielleicht sogar ein kurzer Austausch mit dem Nachbarn unterhaltsam. In diesem Bereich deiner Terrasse fühlst du dich wahrscheinlich auch ohne kompletten Sichtschutz wohl.

Wie du siehst kannst du mit der Formel "Sehen ohne gesehen werden" an jedem gewünschten Platz in deinem Zuhause Geborgenheit erschaffen. Denn du kannst sowohl den Ausblick wie auch den Blickschutz von außen in unterschiedlichem Maß gestalten. Wie vorhin beschrieben, ist das Bedürfnis nach Sichtschutz ist nicht überall gleich groß. Im Großen und Ganzen kann man sagen, umso privater der Platz, umso mehr Blickschutz wird notwendig.

Wie viel Privatsphäre hättest du denn gerne beim Kochen, am Schreibtisch, auf der Couch im Wohnzimmer, auf der Terrasse beim Grillen oder im Bett?



Geborgenheit ist kein Zufall, Geborgenheit ist planbar

Zusammengefasst kann man sagen, dass Geborgenheit für jeden Menschen wichtig ist, ganz egal wie alt er ist, wo er herkommt oder welches Geschlecht er hat. Wenn wir auf die Bedürfnisse unseres Steinzeitmenschen achtgeben, können wir jeden Raum oder Platz in unserer Wohnung zu einer Oase der Geborgenheit verwandeln. Mit welchen Farben und in welchem Gestaltungsstil der Raum schlussendlich gestaltet wird, ist sehr individuell und persönlich.


von Elisabeth